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Steuern / Einkommensteuer 
Mittwoch, 16.09.2020

Corona-Krise: Dritte Verlängerung der Konsultationsvereinbarung - Grenzpendler Deutschland/Belgien

Das Bundesfinanzministerium hat die dritte Verlängerung der Konsultationsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien vom 06.05.2020 bekannt gegeben (Az. IV B 3 – S-1301-BEL / 20 / 10002 :001).

Die Verständigungsvereinbarung mit dem Königreich Belgien, wonach die Arbeitstage der Grenzgänger, die wegen der Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19 Pandemie von Zuhause aus arbeiten müssen, wie normale Arbeitstage in Belgien behandelt werden (Tatsachenfiktion), wurde bis zum 31.12.2020 verlängert. Die Arbeitnehmer sind verpflichtet, entsprechende Aufzeichnungen zu führen (Bescheinigung des Arbeitgebers über Homeoffice-Tage aufgrund der Corona-Pandemie). Die Tatsachenfiktion greift nicht für Homeoffice-Tage, die unabhängig von dem Coronavirus stattfinden.

Hinweis

Deutsche Grenzpendler, die in Belgien beschäftigt sind, besteuern ihren Arbeitslohn in Belgien (so die Regelung in Artikel 15 des DBA Belgien). Ein erhöhtes Maß an „Homeoffice-Tagen“ kann daher zu einer Änderung der Aufteilung der Besteuerungsrechte und damit zu einer Änderung der steuerlichen Situation der betroffenen Grenzpendler führen.

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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.